In Frankreich bezeichnet man ihn als tarte flambée und im Elsass als Flammekueche: die Rede ist vom Elsässer Flammkuchen, einem Zwiebelkuchen mit extra dünnem Teig.
Erfunden wurde das Flammkuchen zu einer Zeit in der man noch Brot im Holzofen backte. Um festzustellen, wann die richtige Hitze im Backofen erreicht war, gab man den Flammkuchen als erstes in den Ofen. Wurde dieser zu schnell braun, war die Hitze noch zu stark. Der Kuchen wurde frühzeitig in den Ofen gegeben, i.d.R. bereits in der Zeit wo von den Holzscheiten noch Flammen aufloderten. Daher die Namensgebung Flammkuchen.
Heute wird der Flammkuchen gerne zusammen mit jungem Wein oder Weißwein gegessen und ist ein beliebter Snack beim geselligen Beisammensein. Einen herrlich knusprigen Flammkuchen erhält man mit dem folgenden
Flammkuchen Rezept
Soll der Flammkuchen nur als Snack oder als Mahlzeit serviert werden und wieviel Hunger bringen die lieben Gäste mit? Bei Flammkuchen steigt mit dem ersten Bissen schnell der Appetit auf mehr. Mit dem folgenden Rezept lassen sich 4 Flammkuchen herstellen – für einen langen Abend mit Weingenuß empfehle ich stets die 1,5-2,0 fache Menge zu machen – ausgebacken schmeckt der Kuchen notfalls auch noch am Folgetag. Man benötigt:
- 400g Weizenmehl Type 550 (am besten Biomehl)
- 1 Tütchen Trockenhefe
- 225ml lauwarmes Wasser
- 3 El Olivenöl
- 150g geräucherten Speck (z.B. ganz fein geschnittenen Gelderlander-Speck)
- 3 große rote Zwiebeln
- 1 Becher saure Sahne
- 1 Becher süße Sahne
- Salz und Pfeffer
Zunächst wird der Flammkuchen Teig angesetzt. Hierzu Mehl, Hefe etwas Salz vermengen. Dann Wasser und Öl hinzugeben und mit einem Rührgerät oder mit der Hand zu einem homogenen Teig verkneten. Gut geeignet ist hierzu z.B. das Teig-Programm eines Brotbackautomaten. Handtuch über die Rührschüssel und an einem warmen Ort min. 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit stellen wir den Flammkuchen Belag her. Die Zwiebeln werden von der äußeren Schale befreit, einmal in der Mitte durchgeschnitten und dann in sehr feine Scheiben geschnitten (funktioniert am besten mit einem großen Küchenmesser/Gemüsemesser – die kleinen bringen es nicht). In einer Schüssel verschmischen wir Sahne und saure Sahne und geben noch ein wenig Salz und Pfeffer hinzu – abschmecken! Je nach Einkauf reißen wir jetzt die Verpackung der Speckwürfel auf oder schneiden den gekauften Speck in feine Streifen. Vorbereitung abgeschlossen, Backofen vorheizen auf 220 Grad, Umluft.
Jetzt ist der Teig wieder an der Reihe: Arbeitsfläche bemehlen, ein kleines Häufchen Mehl daneben legen (sonst muss man mit nassen Fingern mit der Mehltüte hantieren, was lästig und ekelig ist). Bisschen Mehl über den fertigen Teig geben, aus der Schüssel holen und nochmal kräftig durchkneten. Jetzt den Teig in 4 gleichgroße Stücke aufteilen. Jedes Teigstück jetzt mit einem Nudelholz (leere Weinflaschen gehen zur Not auch) ganz fein ausrollen. Teig und Arbeitsfläche immer wieder bemehlen, so das nicht kleben bleibt. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zunächst mit 1/4 der Sahne-Mischung gleichmäßig bestreichen. Dann die Speckstreifen und anschließend die Zwiebeln gut über dem Teigfladen verteilen. Den Zwiebelkuchen nun in den Ofen geben und ca. 10-15 Minuten Backen. Wenn der Rand bräunlich wird, ist in der Regel der Flammkuchen fertig. Nicht zu braun werden lassen, dann geht das typische Flammkuchen Aroma flöten. Alles klar? Dann wünsche ich viel Spaß beim nachbacken!

